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Kassensicherheitsverordnung und der Bewirtungsbeleg

Das Bundesfinanzministerium hat am 30.06.2021 ein Schreiben zu Bewirtungskosten ➚ erlassen. In Textziffer 10 wird darin gefordert, dass Bewirtungsbelege aus Sicht der Finanzverwaltung zukünftig nur noch dann anerkannt werden, wenn der erstellte Beleg die erforderlichen Angaben gemäß § 6 KassenSichV ➚ enthält.

Eine Ausnahme soll lediglich dann gelten, wenn der gastronomische Betrieb

  • kein elektronisches Aufzeichnungssystem verwendet,
  • die Rechnung erst im Nachgang erstellt und diese unbar beglichen wird,
  • im bewirtenden Betrieb ausschließlich unbare Zahlungen möglich sind und
  • über Verzehrgutscheine abgerechnet wird.

Bis zum 31.12.2022 greift noch eine Übergangsfrist. Während diesem Zeitraum sind Bewirtungen auch ohne die Angaben gemäß KassenSichV als Bewirtungskosten anzuerkennen.

Bürokratieentlastung im Steuerrecht sieht sicherlich anders aus. Durch die Regelung werden die Unternehmen als Kunden der Kassenbetreiber - als vorgelagerte Betriebsprüfungsinstanz (?) - angehalten, die Einhaltung der KassenSichV zu prüfen und müssen für eventuelle Fehler voll einstehen. 

 

Hinweis:

Um Streit im Rahmen von Betriebsprüfungen zu vermeiden, bietet es sich an, auf die Erfüllung der o.g. Anforderungen zu achten. Denn ob und inwieweit diese (internen) Anforderungen der Finanzverwaltung auch einen Richter überzeugen, wird sich erst im Lauf der nächsten 5 - 10 Jahre zeigen.


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