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Blog der plietsch! Steuerberatung

Neues im Steuerrecht 2022

Wie in jedem Jahr gibt es mit dem Jahreswechsel zum Jahr 2022 diverse Änderungen im Steuer- und Sozialversicherungsrecht. Wir verschaffen Ihnen einen kurzen Überblick über die umfangreichen Änderungen.

Arbeitgeber

  • die Corona-Sonderzahlungen von insgesamt 1.500 € können - sofern nicht bereits der Freibetrag ausgeschöpft ist - noch bis zum 31.03.2022 gezahlt werden.
  • bei der Beschäftigung von 450 €-Kräften muss ab 2002 verpflichtend die Steuer-Identifikationsnummer gemeldet werden.
  • Die monatliche Freigrenze für Sachbezüge wurde von 44 € auf 50 € erhöht.
  • Die Änderung der steuerlichen Einschätzung von Gutscheinen als Geld- oder Sachleistungen greif ab 2022.

Einkommensteuer

  • Wie in den letzten Jahren üblich wurden die Grundfreibeträge erhöht und die anderen Grenzen des Einkommensteuertarifs ebenfalls verschoben.
  • Nach derzeitiger Rechtslage läuft die im Rahmen der Corona-Pandemie eingeführte Homeoffice-Pauschale mit dem 1.1.2022 aus. Eine Verlängerung durch die Bundesregierung ist beabsichtigt.
  • Für Personengesellschaften besteht erstmals ein Optionsrecht, womit an Stelle der Einkommensteuer die Regelungen der Körperschaftsteuer greifen (vgl. unser Beitrag dazu).
  • Die Corona bedingte Sonderregelung zur Erhöhung des Verlustrücktrags ist Ende 2021 ausgelaufen.
  • Die zunächst auf die Jahre 2020 und 2021 befristete Erhöhung des Alleinerziehenden-Pauschbetrages gilt auch für 2022 und folgende Jahre.

Grundsteuerreform - Erklärungspflichten

  • Wie bereits an anderer Stelle berichtet, werden zwischen Juli und Oktober 2022 für alle Grundstücke in Deutschland Steuererklärungen für die Bewertung abzugeben sein.

Körperschaftsteuer

  • Die bisherigen Ausgleichsposten für Mehr- und Minderabführungen bei Organgesellschaften werden durch eine Entnahme- und Einlagelösung ersetzt.
  • Währungskursverluste bei Gesellschafterdarlehen fallen ab 2022 nicht mehr unter die Verlustabzugsbeschränkung und werden vollständig als Betriebsausgaben anerkannt.

Rechnungswesen

  • Trotz der fortlaufenden Corona-Pandemie wurde die Gültigkeit der degressiven Abschreibung (in 2020 und 2021) nicht weiter verlängert.
  • Für den Investitionsabzugsbetrag sowie § 6b-Rücklagen können, sofern eine Frist zur Investition in 2021 ausgelaufen wäre, Investitionen auch noch in 2022 nachgeholt werden.
  • Tagesendsummenbons genügen ab 2022 nicht mehr den Anforderungen der Finanzverwaltung. Die Einzelbelege sind auf Anforderung elektronisch bereitzustellen.

Umsatzsteuer

  • Für pauschalierende Land- und Fortwirte wurde die Umsatzgrenze auf 600.000 € gesenkt.
  • Der Durchschnittssatz für pauschalierende Land- und Forstwirte wurde von 10,7% auf 9,5% gesenkt.
  • Aufsichtsräte mit einer Festvergütung gelten nicht mehr als Unternehmer.

Weitere Informationen rund um Buchhaltung und Steuern finden Sie in unserem Mitgliedsbereich.

Besonders empfehlen möchten wir unser Abkürzungslexikon mit mehr als 575 Einträgen aus den Bereichen Finanzen, Steuerrecht und Handelsrecht.