Erlass
Es gibt zwei verschiedene Formen von Erlassen: 1. Erlass von Forderungen Die Finanzverwaltung kann Forderungen erlassen ( § 227 AO ↗ ), sofern deren Einzug unbillig wäre. Beim Erlass handelt es sich folglich um eine Ermessensentscheidung. 2. Erlass als Verwaltungsanweisung Die Erlasse des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) sind eine Arbeitsanweisung für die Finanzbehörden. Die Erlasse […]
Nichtanwendungserlass
Ein Nichtanwendungserlass wird vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) erlassen, um Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH) nicht über den Einzelfall hinaus anzuwenden. Wie alle Erlasse gilt auch dieser als Dienstanweisung für die Mitarbeitenden der Finanzverwaltung, so dass die Urteile von der Verwaltung nicht angewandt werden können. Die Rechtsprechung ist an diese Meinung der Verwaltung nicht gebunden. vgl. auch […]
Steuerberaterplattform- und Postfachverordnung
Die Steuerberaterplattform- und Postfachverordnung (StBPPV) bzw. in Langform ‚Verordnung über die Steuerberaterplattform und die besonderen elektronischen Steuerberaterpostfächer‘ ist eine deutsche Verordnung, die die rechtlichen Rahmenbedingungen für die elektronische Kommunikation zwischen Steuerberatern und ihren Mandanten regelt. Sie legt Anforderungen und Sicherheitsstandards für die Verwendung von digitalen Plattformen und Postfächern in der steuerlichen Beratung fest.
Verspätungszuschlag
Gem. § 152 AO ↗ wird ein Verspätungszuschlag (VZ) erhoben, wenn einer Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung nicht oder erst verspätet nachgekommen wird. Der Verspätungszuschlag beträgt je Monat 0,25 % der festgesetzten Steuer, jedoch mindestens 10 €/ Monat. Bei Jahreserklärungen (z.B. Umsatzsteuer und Einkommensteuer) beträgt der Verspätungszuschlag jedoch mindestens 25 €/Monat. Diese Regelung wurde in 2017 […]
Wirtschafts-Identifikationsnummer
Das Bundeszentralamt für Steuern teilt jedem Steuerpflichtigen ein eindeutiges Identifikationsmerkmal zu. Privatpersonen erhalten die Steuer-ID und wirtschaftlich Tätige sollen zukünftig die Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr)erhalten. Darunter fallen: Unternehmer Personenvereinigungen juristische Personen natürliche Personen mit wirtschaftlicher Tätigkeit Freiberufler und Einzelkaufleute – darunter fallen neben Unternehmen auch Freiberufler und Einzelkaufleute erhalten somit neben ihrer ID-Nummer zusätzlich eine Wirtschaft-ID-Nummer – […]
Säumniszuschlag
Bei einem Säumniszuschlag (SZ) handelt es sich um eine steuerliche Nebenleistung, die entrichtet werden muss, wenn eine Zahlung erst nach Ablauf der Fälligkeit entrichtet wird. Für Beiträge und Steuern besteht ein gesetzlicher Säumniszuschlag. Beträgt die Säumnis maximal drei Tage, wird – bei Überweisung – kein Säumniszuschlag erhoben (Zahlungsschonfrist). vergleiche auch: Verspätungszuschlag
Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff
Die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD) sind stellen die Verwaltungsauffassung zur ordnungsgemäßen Buchführung dar. Sie wurde erstmals am 14.11.2014 erlassen und zuletzt am 28.11.2019 neu gefasst. Sie ersetzen die bisherigen „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU)“ sowie die „Grundsätze […]
Betriebsprüfung
Die Betriebsprüfung (Bp) ist eine finanzamtliche Prüfung aller steuerlich relevanten Sachverhalte eines Betriebes. Dabei prüfen die Finanzbehörden, ob ein Unternehmen seine Steuern ordnungsgemäß und in korrekter Höhe gezahlt hat. Es gibt verschiedene Arten von Betriebsprüfungen. Die Betriebsprüfung ist die gängigste Form der Außenprüfungen. Die rechtliche Grundlage für Betriebsprüfungen bildet die Abgabenordnung sowie die Betriebsprüfungsordnung. Vergleiche […]
Digitaler Verwaltungsakt
Der digitale Verwaltungsakt (DIVA) wird durch die Finanzverwaltung an Stelle der bisherigen Verwaltungsakte in Papier übermittelt. Aktuell ist dies nur bei erstmaligen Bescheiden über Einkommensteuer möglich. Alle weiteren Verwaltungsakte werden weiterhin in Papierform übermittelt.