Unsere WordPress Webseite wurde gehackt. Zwischenzeitlich konnten wir unsere Seite wiederherstellen. Nun möchten wir dafür sorgen, dass Ihnen nicht das gleiche passiert. Lernen Sie, warum Seiten gehackt werden und was Sie tun müssen, um Ihr WordPress ↗ vor Hackern zu schützen.
Zwar liefert WordPress eigentlich nur HTML-Seiten aus, im Hintergrund läuft aber PHP als mächtige Software, die von den Hackern zweckentfremdet wurde. In unserem Fall: Zum Versand von Spam-Mails.
Warum werden WordPress Webseiten gehackt?
Das Hacken einer Seite kann viele Ursachen haben. Für manche Hacker geht es um den sportlichen Ehrgeiz, z.B. eine besonders sichere Seite gehackt zu haben. Andere haben kommerzielle Ziele, dazu gehören:
Versenden von SPAM-Mails
Ein klassischer Grund für das Hacken einer WordPress-Seite ist die Möglichkeit über ein Plugin SPAM versenden zu können. Über die in den Mails verlinkten Seiten werden dann Erträge erzielt.
Fälschen der Inhalte
Wenn die Hacker die ursprünglichen Inhalte abwandeln können, besteht für diese die Möglichkeit Ihre Kunden auf eine andere Seite umzulenken und so ebenfalls Einnahmen zu erzielen.
Verschlüsseln der Seite
Eine weitere Variante ist das Verschlüsseln der vorhandenen Seite, um Lösegeld zu erpressen, damit sie wieder über die Seite verfügen können.
Mögliche Angriffswege von Hackern auf WordPress
Es gibt viele Wege für einen Hacker in eine WordPress-Seite zu gelangen. 3 dieser Möglichkeiten möchten wir kurz vorstellen, damit Sie Ihr WordPress vor Hackern schützen können:
Phishing oder unsichere Passwörter
Beim Phishing geben sich die Hacker in einer eMail als Administrator oder IT-Support aus, um von Ihnen das Passwort zu erhalten. Oder unsichere Passwörter werden schlicht erraten.
Passwort-Generator
Falls die Website keinen Schutz vor mehrfachen Eingaben eines Passworts hat, können unbeschränkte Anmeldeversucher vorgenommen werden. Die richtige Software vorausgesetzt, können die Angreifer so die Zugangsdaten zum Admin-Bereich erlangen und alle weiteren Einstellungen vornehmen.
Hintertüren in Plugins oder Word-Press
Veraltete Versionen von WordPress oder einzelnen Plugins können zu einer Hintertür werden. Sobald die Hacker die Sicherheitslücke kennen, werden Sie diese nutzen, um in WordPress-Installationen einzudringen.
Schutzmaßnahmen für WordPress
Hand auf´s Herz: Welche Schutzmaßnahmen für WordPress haben Sie bisher ergriffen? Hier kommen die aus unserer Sicht wichtigsten Maßnahmen, um den Hackern das Leben schwer zu machen.
WordPress Firewall
Was wir vor dem Angriff leider auch nicht wussten: Es gibt spezielle Firewall-Plugins für WordPress. Diese sorgen zum Beispiel dafür IP-Adressen bei auffälligen Verhalten zu sperren, erkennen über einen Scanner Schadcode und können eine 2-Faktor-Authentifizierung für Admins umsetzen. Wir haben uns nach dem Angriff für WordFence ↗ entschieden, um unsere Seite zukünftig zu schützen.

2-Faktor-Authentifizierung
Wenn Ihre Admin-User die 2-Faktor-Authentifizierung nutzen, können Hacker nicht einfach mit einem gestohlenem Usernamen und Passwort in die Website eindringen. Zusätzlich benötigen diese auch noch Zugang zum ergänzenden Sicherheitsmehrmal.
Regelmäßige Updates
Wenn Sie eine Website betreiben, sollte Ihnen klar sein, dass hier – ebenso wie an jedem anderen Windows-Rechner – Updates erforderlich sind. Aktivieren Sie automatische Updates und prüfen Sie regelmäßig, ob diese auch durchgeführt wurden. Falls nicht, nehmen Sie manuell die Updates vor.
Fazit
Mit dem richtigen Schutz beißen sich die Hacker die Zähne an der Website aus und suchen sich ein anderes Ziel.

