Was ist los bei Tesla? Wie sind die Zukunftsaussichten bei Tesla? Rückgängige Preise bei Neuwagen, Gebrauchtwagen und an der Börse lassen aufhorchen.
Boykotte zeigen Wirkung
Die politische Agenda von Elon Musk für bei Tesla zu erheblichen Turbulenzen. So sind nicht nur in Deutschland die Verkaufszahlen von Neuwagen um rund 60% zurückgegangen, wie das Manager-Magazin berichtete ↗, sondern auch in vielen anderen Absatzmärkten hat der Autohändler mit schlechten Verkaufszahlen zu kämpfen. In der Folge führen steigende Rabatte bei Neuwagen auch für die Eigentümer der Autos zu Preisrückgängen auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Auch auf dem wichtigen Markt der Gewerbekunden haben einige Unternehmen ein Ende der Käufe von Tesla angekündigt, wie der Merkur berichtet ↗.
Kursrückgänge
Doch nicht nur am Fahrzeugmarkt kommt es zu Turbulenzen, auch an der Börse. So kam es in den letzten 3 Monaten zu einem Kurzrückgang von 42%. Diese Entwicklung wird auch durch die sinkenden Stückzahlen getrieben, wie Finanztrends berichtet ↗.
Gibt es eine Börsenblase bei Tesla?
Doch selbst nach den erheblichen Rückgängen Anfang diesen Jahres stellt sich die Frage, ob Tesla nicht überbewertet ist. Denn im Jahresvergleich liegt Tesla weiterhin bei einem Plus von 47,7%. Über 5 Jahre betrachtet besteht sogar einem Plus von 636,5%.
Sonderstellung als Technologie-Start Up vs. Zukunftsaussichten bei Tesla
In der Vergangenheit hatte Tesla eine Sonderstellung unter den Autoaktien inne, da das Unternehmen als Technologie-Start-Up – ähnlich wie Amazon (Steigerung von 1998 bis heute um 56.615 %) in frühen Jahren – trotz mehrjähriger Verluste mit einem erheblichen Aktienwert (Steigerung von 2010 bis heute um 24.395 %) gehandelt wurde.
Gewinne je Aktie geringer
Im Vergleich zu Volkswagen, hat Tesla deutlich schlechtere Gewinne je Aktie zu verzeichnen. Ende 2024 liegt Tesla so mit Toyota gleichauf. Trotz des rückläufigen Ergebnisses bei Volkswagen ist der Abstand weiterhin enorm.

Keine Dividenden

Anders als Volkswagen und Toyota hat Tesla noch nie eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. In der Folge ist die Bewertung der Aktie nur soweit nachvollziehbar, wie für die Zukunft erhebliche Gewinnsteigerungen eingepreist sind, die in den Folgejahren entsprechende Dividendenzahlungen ermöglichen.
Platzt die Börsenblase bei Tesla?
Die Zukunftsaussichten bei Tesla haben sich jedoch eingetrübt. Nicht nur durch die massive Kritik am Auftreten von Elon Musk ↗ oder Probleme mit den Arbeitsbedingungen ↗, auch die Pannen beim automatischen Fahren ↗ und deutliche Mängel in der Pannenstatistik ↗ führen zu Problemen für das Unternehmen. Viel Fantasie für steigende Kurse ist daher nicht angebracht.
Droht Tesla-Aktionären ein weiterer Kursverfall?
Wenn nun also die Aktionäre Tesla nicht mehr als Start-Up, sondern als „normalen Autobauer“ ansehen, welche Folge hätte das für den Aktienkurs? Wie unsere Auswertung zeigt, wären die Folgen dramatisch.
Dennoch: Ob die Mehrheit der Tesla-Aktionäre so reagiert oder der Kurs durch Zukäufe weiter oberhalb von Volkswagen steht, bleibt abzuwarten.
Ein Crash wäre die Folge
Würde nun Tesla im Mittelwert zwischen Toyota und Volkswagen bewertet, würde der Kurs auf ein 63-zigstel des Wertes zum Jahresende 2024 fallen.
So werden dann aus 405,45 € je Aktie plötzlich nur noch 6,39 €. Damit wäre eine Tesla-Aktie nur noch etwa 1/3 eines Toyota-Anteils und rund 1/14 einer Volkswagen-Aktie wert.
Hinweis: Wir haben bei der Berechnung angenommen, dass sich die Hälfte der Kursentwicklung aus den vergangenen Gewinnen des Unternehmens und die andere Hälfte aus den ausgezahlten Dividenden ergibt.

Fazit
Hätten Volkswagen oder Toyota vergleichbare Elektro-Modelle auf dem Markt, um den Kurs von Tesla wäre es schlecht gestellt. Doch noch hängen die japanischen und deutschen Autobauer der Entwicklung bei der Elektromobilität hinterher, daher kann sich Tesla noch auf seinem Vorsprung ausruhen, der jedoch keine dauerhafte Gewissheit bietet..