27%

Zahl des Monats im Mai: 27

Aktion #KeineWirtschaftOhneWir

In einer Welt, die zunehmend globalisiert ist, wird die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion in allen Bereichen des Lebens immer deutlicher. Insbesondere in der Arbeitswelt spielt die Vielfalt der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens und letztendlich auch einer ganzen Volkswirtschaft. Die Aktion #KeineWirtschaftOhneWir setzt genau hier an und verdeutlicht die Notwendigkeit, die Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund voll auszuschöpfen.

27% mit Migrationshintergrund

Statistiken zeigen, dass 27% der Erwerbstätigen in der deutschen Wirtschaft einen Migrationshintergrund haben. Diese Menschen bringen nicht nur ihre individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen mit, sondern bereichern auch die Arbeitskultur und fördern Innovation durch ihre vielfältigen Perspektiven. Doch diese 27% sind mehr als nur Zahlen – sie sind ein integraler Bestandteil unserer Wirtschaft und tragen maßgeblich zu ihrem Funktionieren bei.

Initiative #KeineWirtschaftOhneWir

Die Initiative #KeineWirtschaftOhneWir ruft dazu auf, die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion in der Arbeitswelt anzuerkennen und zu fördern. Denn nur gemeinsam, mit einem Bewusstsein für die Stärken jedes Einzelnen, können wir die volle Bandbreite an Talenten nutzen und eine wahrhaft integrative Wirtschaft schaffen.

Es ist wichtig zu betonen, dass Vielfalt nicht nur eine moralische Verpflichtung ist, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bietet. Unternehmen, die Vielfalt und Inklusion aktiv fördern, sind nachweislich innovativer, kreativer und erfolgreicher. Studien zeigen, dass divers aufgestellte Teams bessere Lösungen entwickeln und widerstandsfähiger gegenüber Herausforderungen sind.

Doch trotz dieser offensichtlichen Vorteile stehen Menschen mit Migrationshintergrund oft vor Hindernissen auf dem Arbeitsmarkt, sei es aufgrund von Vorurteilen, mangelnder Anerkennung ihrer Qualifikationen oder Sprachbarrieren. Hier ist es an uns allen, diese Barrieren abzubauen und eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die für alle offen und inklusiv ist.

Ein Zeichen setzen

Einer Zeit, in der nationalistisches Gedankengut nicht nur in Deutschland einen größeren Zulauf erhält, treten verstärk Diskriminierungen gegenüber Minderheiten auf. Das führt zu Ängsten bei den Betroffenen und hindert letztlich die Entwicklung Deutschlands. Unser Land ist – und das schon seit Jahrzehnten – auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Damit Fachkräfte bei uns bleiben oder überhaupt eine Entscheidung für Deutschland treffen, dürfen diese Ängste nicht weiter steigen. Das gelingt über eine wirkliche Willkommenskultur.

Die Website 27prozentvonuns.de ↗ bietet eine Plattform, um ein Zeichen zu setzen und sich für Vielfalt und Inklusion in der Wirtschaft stark zu machen. Jedes Unternehmen kann dort mit einem Logo-Generator das eigene Logo um 27% abschneiden und durch den Claim der Kampagne ersetzen. Wenn sich viele Unternehmer*innen zusammenschließen und ihre Stimme erheben, können wir gemeinsam einen positiven Wandel bewirken.

In einer Zeit, in der die globalen Herausforderungen immer komplexer werden, ist es wichtiger denn je, auf die Stärken der Vielfalt zu setzen. Die Aktion #KeineWirtschaftOhneWir erinnert uns daran, dass unsere Wirtschaft nur dann florieren kann, wenn wir die Talente und Potenziale aller Menschen vollständig nutzen.

Fazit

Wir haben an Stelle des Logo-Generators der Initiative unser Logo (geschrumpft und) bunt gestaltet, um ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit zu setzen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür einstehen und eine Wirtschaft schaffen, die von und für uns alle ist.

Multiple Krisen (z.B. Klimawandel und Inflation) und die vielen und schnelleren Veränderungen (z.B. KI und Ablösung der fossilen Energien) führen zu Verunsicherung und verleiten dazu einfachen Parolen von Populisten glauben zu schenken. Doch ein Zurück zum „früher war alles besser“ ist weder beim Klimawandel noch beim technischen Fortschritt möglich oder sinnvoll. So schlimm eine persönliche Betroffenheit für den Einzelnen ist, dafür die „Schuld“ bei Minderheiten zu suchen, löst keine Probleme, sondern schafft nur zusätzliche. Wenn wir die Gesellschaft nicht spalten, sondern gemeinsam an unserer Zukunft arbeiten, können wir viel mehr erreichen.


Mehr zum Thema? Lesen Sie auch unseren Beitrag aus 2021 „Wider dem Fachkräftemangel – Scheitern und neuer Versuch“

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